Schirmherr

Grußwort des Landrates Michael Ziche

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

leider werden in Deutschland täglich viele Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig gibt es auch bei uns viele Menschen, die nicht ausreichend zu essen haben.
Als eine von 920 Tafeln in Deutschland hilft die Tafel Salzwedel seit 2005 Menschen in unserem Landkreis, für die Lebensmittel manchmal notwendige Mittel zum Leben sind.

Die Tafeln schaffen eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel: Sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, und verteilen diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte – kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag.

Herzlich danken will ich bei dieser Gelegenheit Herrn Harzer und allen 60 ehrenamtlichen Helfern für die vielen geleisteten Stunden in den Ausgabestellen in Salzwedel, Gardelegen, Klötze und Jahrstedt.
Nach Ihrem Motto: „Weil Lebensmittel niemals überflüssig sind“, machen Sie mit Ihrem Einsatz nicht nur vielen Menschen eine Freude, Sie zeigen damit auch Ihr herausragendes soziales Engagement.

Ich weiß, die Hemmschwelle, das Angebot der Tafel anzunehmen, ist sehr groß, aber trotzdem werden es immer mehr, die Hilfe benötigen, auch bei uns im Altmarkkreis Salzwedel.

Aktuelle Zahlen belegen, dass in unserem Landkreis 760 Personen in der Woche versorgt werden. Ein Viertel von den bedürftigen Personen sind Kinder – wie wichtig eine ausgewogene Ernährung vor allem im Kindesalter ist, muss ich nicht betonen!

Die Tafeln helfen allen Menschen, die der Hilfe bedürfen. Damit die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, lassen sich die Tafeln die Bedürftigkeit ihrer Kunden durch offizielle Dokumente nachweisen.
Ich denke, das ist richtig, aber für die Betroffenen nicht immer einfach.

Durch eine gute Lobbyarbeit des Bundesverbandes Deutscher Tafeln hat sich die Zahl der Märkte und Unternehmen, die die Tafeln bundesweit mit Lebensmitteln unterstützen vervielfacht.
Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen ist da, dass Lebensmittel, die nicht mehr verkauft aber bedenkenlos verzehrt werden können, für die lokalen Tafeln gesammelt und so an Bedürftige gespendet werden.

Mein Dank von dieser Stelle auch an die Unterstützer auf regionaler Ebene, auf deren Spenden die Tafel Salzwedel uneingeschränkt angewiesen ist.

Die Tafeln sind ein gutes Beispiel dafür, dass sich immer mehr Unternehmen langfristig für gemeinnützige Projekte einsetzen wollen.

Das seit März 2008 geführte Projekt von Lidl: „Gute Tat am Pfandspendeautomat“ läuft sehr erfolgreich.
Bundesweit wurden in 3.000 Lidl-Filialen am Pfandautomaten bisher 3,4 Millionen Euro zugunsten der Tafeln gespendet.
Der Kunde entscheidet, inwieweit er den Spendenknopf zugunsten der Tafeln oder den üblichen Pfandknopf drückt.

Nicht nur ein mechanischer Vorgang, der vom Kunden abverlangt wird, gleichzeitig wird ihm auch ein Stück Motivation für eine gute Tat gegeben, für die Menschen zu spenden, denen es nicht so geht!
Das die Pfandspenden auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden, davon konnte ich mich bereits persönlich überzeugen.
Die Tafel Salzwedel konnte mit Hilfe der 10.000 Euro Lidl-Pfandspende ein Kühlfahrzeug zur Belieferung der Ausgabestellen erwerben.

Ich denke, mit dieser Projektförderung gibt der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. auch ein Stück Anerkennung für die geleistete Arbeit an die Tafel Salzwedel weiter.

In Anerkennung dieses wichtigen ehrenamtlichen Engagements, Menschen zu helfen, die ihren Lebensunterhalt oft nicht ohne Hilfe bestreiten können, habe ich gern die Schirmherrschaft für die Tafel Salzwedel übernommen. Ich bin gern bereit, wichtige Unterstützung zu geben.

Als Landrat des Altmarkkreises Salzwedel wünsche ich mir in erster Linie natürlich, dass durch mehr Arbeitsplätze mehr Menschen in Beschäftigung kommen, um ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten zu können!

Ihr Landrat



Michael Ziche